Heilpraktikerin Münster | Iris Kreuzheck-Koch
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Stuhldiagnostik

Warum eine Stuhldiagnostik?

Wenn Patienten geschwächt, chronisch erkrankt oder immunschwach sind, lohnt der Blick in den Darm: Etwa 80 Prozent unserer Immunabwehr sitzt dort.

Die Untersuchung des Stuhls zeigt die mikrobiellen Verhältnisse des Dickdarms auf, so lässt sich einfach und schmerzfrei der Zustand der Darmflora bestimmen. Auch die evidenzbasierte Medizin setzt Stuhldiagnostik ein, allerdings in geringerem Umfang als die Naturheilkunde, deren Blick auf den Patienten immer ganzheitlich ist. Als zertifizierte Darmtherapeutin ist die Stuhldiagnostik für mich der erste Schritt jeder fundierten Darmtherapie: erst messen, dann behandeln.

Was wird untersucht?

Bestimmt werden vor allem die bakterielle Zusammensetzung der Darmflora, die Pilzbelastung und die Auslastung des Darms. Je nach Anamnese kommen weitere Parameter hinzu: Verdauungs-, Entzündungs- und Immunwerte aus dem Stuhl oder bei Bedarf ergänzende Blutwerte. Einige Beispiele:

  • Das sekretorische Immunglobulin A zeigt, ob das spezifische Immunsystem im Darm arbeitet, das ß-Defensin-2, ob die Schleimhautabwehr funktioniert.
  • Bei Verdauungsschwäche (Maldigestion) oder gestörter Nährstoffaufnahme (Malabsorption) steigen häufig die Entzündungseiweiße im Stuhl an. Ein erhöhtes Alpha-1-Antitrypsin kann auf eine durchlässige Darmschleimhaut hinweisen, das sogenannte Leaky Gut, das von der Schulmedizin allerdings nicht anerkannt wird.
  • Bei Verdacht auf Zöliakie werden Anti-Gliadin-sIgA und Anti-Transglutaminase-IgA gemessen. Sind die Werte auffällig, gehört die weitere Abklärung in die Hände eines Gastroenterologen.
  • Auch Tumormarker lassen sich im Stuhl nachweisen, ab dem 50. Lebensjahr sind sie teils von den Krankenkassen vorgesehen.

Bei welchen Beschwerden ist die Untersuchung aus naturheilkundlicher Sicht sinnvoll?

Unter anderem bei Asthma, Allergien und Neurodermitis, bei chronischen Erkrankungen, Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises und Autoimmunerkrankungen, bei Diabetes mellitus, Immunschwäche und Infektanfälligkeit sowie bei allen unklaren Magen-Darm-Beschwerden: Blähungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Oberbauchbeschwerden, Verstopfung oder Durchfall, Colitis ulcerosa und Verdacht auf Leaky Gut.

So läuft die Stuhldiagnostik ab

Sie erhalten von mir ein Probenset mit verständlicher Anleitung für zu Hause. Die Analyse erfolgt in spezialisierten Laboren, ich arbeite je nach Fragestellung mit Enterosan, Biomes, Bioves oder Ganzimmun zusammen, bei Blutwerten mit dem ortsansässigen MVZ in Münster. Liegt der Befund vor, gehe ich die Ergebnisse in einem ausführlichen Auswertungsgespräch mit Ihnen durch und bespreche die daraus folgende Therapie, zum Beispiel eine Darmsanierung mit Probiotika oder Präbiotika, eine Ernährungsumstellung oder ergänzend die Colon-Hydro-Therapie.

Termin oder Fragen?

Termine im Heilpraktiker-Bereich bitte nur nach telefonischer Vereinbarung: 0251 48 400 80 oder mobil 0173 95 35 822. Einen Überblick über alle Verfahren finden Sie unter Heilpraktiker-Leistungen.

Hinweis: Die naturheilkundliche Bewertung von Stuhlbefunden und die darauf aufbauenden Verfahren gehören zur Erfahrungsheilkunde. Sie ersetzen keine ärztliche Diagnostik oder Behandlung. Bei anhaltenden oder akuten Beschwerden suchen Sie bitte zusätzlich Ihren Arzt auf.